Chronik

Aus der Chronik!

Wie ist es zur Gründung des Kleingartengeländes gekommen? Denken wir an das Gartenland Nähe Dungenstraße zurück, wo jetzt die Friedhofskapelle und das AOK Gebäude stehen. Die alte Orts- oder Bauernschaftsbezeichnung lautete bis zur Gründung „Gleisdreieck“. Das heutige Vereinsgelände wurde in der Notzeit 1947 als Grabeland von dem bereits bestehenden Verein „Weser“ e.V. zur Verpachtung übernommen. Am 26.01.1950 erging ein Aufruf an die Braker Bürger, sich für eine Dauergartenanlage im „Gleisdreieck“ zu interessieren. Am 24.02.1950 wurde dann mit einer Bekanntmachung für die Nutzung als Dauergärten geworben, da am 10.03.1950 die Zwangspachtung als Grabeland aufhörte. 110 Bewerber meldeten sich daraufhin termingemäß. Am 01.05.1950 wurde die erste Verpachtung der neuen Parzellen an Ort und Stelle vorgenommen. Das Gelände wurde vermessen und abgesteckt. 

Brake um 1982. Im Vordergrund der Kleingartenverein Dreieck Brake e.V.

Mit Friedrich Heim, dem geistigen Vater der Gartenanlage, wurde am 10.05.1950 in der Gaststätte Heidemann in Brake (jetzige Commerzbank) der Verein gegründet. 1947-1950 waren es 314 Parzellen und ab 1950 nach Auflösung der Anlage am Friedhof blieben 104 Parzellen.

Der erste Gesamtvorstand wurde in der Gründerversammlung am 10.05.1950 wie folgt gewählt:

1. Vorsitzender Friedrich Heim - 2. Vorsitzender Johann Wilken - 1. Schriftführer Erwin Zeimke1 - Kassierer Carl Mönnich - 1. Revisor Willi Gries - 2. Revisor Heinz Bielefeld - Vergnügungsausschuss Friedrich Dwehus & Paul Arndt   

Am 20.01.1951 wurde der ursprünglich „Gleisdreieck“ genannte Verein amtlich mit dem Namen „Dreieck“ e.V. ins Vereinsregister des Amtsgerichts Brake unter der Nr. 87 eingetragen. Der Verein zählt zu diesem Zeitpunkt 104 Mitglieder. Es gehörte viel Idealismus und Mut dazu, um aus verkrautetem Weideland Gartenland zu schaffen. An fremde Hilfe oder Unterstützung war nicht zu denken.

Brake vor 1950. Am rechten Bildrand ist das alte und neue Kleingartengelände zu sehen.

Nach Erzählungen der älteren Gartenfreunde war auch der Zustand der Wege nicht mehr tragbar. Steinschotter und Schlacke mussten angefahren werden. Aus Rastede holte man 300 Obstbäume. Es war Pflicht auf 100 m² einen Baum anpflanzen. Auch Sträucher sollten in jedem Garten sein. Aus den Parzellen waren nun kleine Gärten geworden. Es folgten dann Jahre mit wechselnden Vorständen, die alle zum Bestehen und Wachsen unseres Vereins beigetragen haben.

In der Folgezeit wurden unser Vereinsheim und eine Toilettenanlage erbaut. Eine Strom und Wasserleitung wurde verlegt. 97% unserer Gartenfreunde sind an dieses Netz angeschlossen. Heute können wir 22 Parzellen unser eigen nennen. Diese 22 Parzellen wurden für 75.000,- DM gekauft und 82 Parzellen sind von einer Erbengemeinschaft gepachtet. Zu jedem guten Verein gehört auch eine Patenschaft, die wir am 14. Juli 1985 mit dem Kleingartenverein Tannenkamp aus Hannover eingingen.

In den 70er Jahren wurde unser Gelände mit einer Holzbrücke über die Rönnel mit dem Braker Stadtwald verbunden. Dadurch entstand Brakes größte grüne Lunge, die zu pflegen und erhalten sich bestimmt lohnt. Viele Braker besuchen unser Gelände und erfreuen sich der guten Luft und den blühenden Gärten.  

Die 1. Vorsitzenden des Kleingartenvereins Dreieck e.V. in den Jahren 1950 – 2015  

1950 – 1954 Friedrich Heim -> 1954 – 1963 Johann Wilken -> 1963 – 1969 Friedrich Hartmann -> 1969 – 1971         Norbert Henschel -> 1971 – 1972 Günter Pokowietz -> 1972 – 1976 Martin Schwarz -> 1976 – 1979 Fritz Geisel -> 1979 – 1985 Peter Schilski -> 1985 – 1987 Gerrit Harjes -> 1987 Hans-Georg Liebenau -> 1987 – 1996 Erwin Thoms -> 1996 – 1998 Wolfgang Vieth -> 1998 – 2001 Helmut Gensel -> 2001 – 2008 Achim Thiele -> 2008 - Wolfgang Vieth  

Mein Garten

Ich liebe meinen kleinen Garten, er ist für mich ein Paradies. Hier kann ich Seligkeit erwarten, auch wenn man mich alleine ließ. Mein Garten ist ein Stück von mir, das wie mein Herz mir Leben schenkt. Geh ich durch meine Gartentür, mein Herz vor Freude höher springt. Wenn ich in meinem Garten bin, dann wird die Stimmung wieder gut. Dann geht auch Traurigkeit dahin, das gibt der Seele frischen Mut. Der Garten ist mein kleines Land, das ich allein, nur ich regiere. Es ist die Erde in der Hand, durch die ich täglich Freude spüre. Arbeit, Sorgen, Streit und Eile, sie sind das Leben in der Stadt. All‘ dies vergessen eine Weile, das kann, wer einen Garten hat.